NLP im Büroalltag – Durch diese 2 Techniken gewinnst du mehr Leichtigkeit und bist weniger gestresst!

Wer mich kennt, der weiß, dass NLP eines meiner Lieblingsthemen ist. Nun ist es aber so, dass ich oft gefragt werde, wofür ich das in meinem Büroalltag überhaupt anwende. Mit diesem Beitrag möchte ich genau dieser Frage eine Antwort geben.

Viele Menschen fragen mich Dinge wie: “Lohnt sich NLP überhaupt? Ich bin doch im Büro, da muss ich nicht ständig auf Höchstleistung laufen. Und überhaupt weiß ich gar nicht, was das genau ist.” – Auf Aussagen wie diese weiß ich oft gar nicht, was ich sagen soll. natürlich sind die wenigsten Büroangestellten High-Performer, deren Lohn von der Leistung abhängt, doch ist es nicht trotzdem erstrebenswert gute Leistungen zu erbringen? Lohnt es sich nicht für etwas bestimmtes zu arbeiten? Ein hohes Ziel zu haben? Das ist aber ein anderes Thema.

Die Meisten erkennen gar nicht die Kraft von NLP und welche Auswirkungen sie auf unseren Alltag haben kann. Weil ich selbst viel experimentiert und erfahren habe, was mich weiterbringt, möchte diese Erfahrungen gerne mit dir teilen. Vorab: Ein guter Freund von mir weiß, dass NLP eines meiner Herzensthemen ist und hat mich gebeten 3 Gastbeiträge zu verfassen, falls die Grundzüge von NLP verstehen willst, findest du die Reihe auf seiner Webseite. Aus diesem Grund spare ich mir hier auch jegliche Erklärungen und komme direkt zur Sache (Yeay).

Aus dem zweiten Beitrag in der Reihe weißt du, wie du deinen inneren Dialog beeinflusst und negative Selbstgespräche ausmerzen kannst. Das solltest auf jeden Fall üben! Unsere Gefühle sind zum größten Teil dadurch gesteuert, wie wir über die Situation denken, d.h. wie wir sie bewerten. Wenn du Einfluss auf genau diesen Prozess nehmen kannst, solltest du das so gut wie möglich tun.

Doch damit nicht genug. Das Prinzip von Ursache und Wirkung aus dem ersten Beitrag findet auch im Büro jeden Tag Anwendung. Sei es weil deine Führungskraft dir wieder irgendeine unwichtige Aufgabe abgibt oder dich irgendeine scheinbar nicht beeinflussbare Maßnahme trifft. Du bist in der Verantwortung damit umzugehen. Vielleicht liegt der Umstand nicht in deinem Wirkungskreis, aber du kannst immernoch entscheiden, wie du dich in Bezug darauf fühlst und wie du reagierst. Indem die Schuld bei dir behältst, behältst du auch die Macht etwas dagegen zu unternehmen oder damit umzugehen. 

Ich möchte dir eine Technik zeigen, die dir hilft ungeliebte Chefs oder Kollegen auf die leichte Schulter zu nehmen. Das funktioniert zwar besser mit einem Coach, aber du kannst es gerne jetzt sofort ausprobieren. Stell dir vor diese Person steht direkt vor dir. Beschreibe sie. Welche Farbe hat sie? Wie groß ist sie? Wie weit ist sie entfernt? Sagt sie etwas? Wenn ja wie? Wie ist ihr Gesichtsausdruck? Diese Beschreibung kann schwer fallen und ist vielleicht auch etwas unangenehm, aber du wirst sie brauchen, um dir die Person sehr gut vor dir vorstellen zu können. Denn jetzt kommt Schritt Nummer 2: Stell dir die Person nackt vor – Nein, Spaß. Diese Technik finde ich einfach nur komisch, wieso sollte man auf diese Idee kommen. Schritt Nummer 2: Verändere das Erscheinungsbild. Mach die person klein, schwarz-weiß und stell sie weiter von dir weg. Es wird dir helfen die Person sprichwörtlich in einem anderen Licht zu sehen. Präg dir dein neues Bild ganz genau ein. 

Und jetzt noch das Sahnehäubchen: Stell die Person in einen Röhrenfernseher – so wie bei Charlie Chaplin damals – und lass sie ähnliche Cartoon-Unfälle haben, so dass du auf eine würdigende Art lachen musst. Menschen mit einer guten Fantasie haben hier Vorteile, aus meiner Erfahrung habe ich aber gelernt, dass selbst unkreative Menschen hier plötzlich die aberwitzigsten Fantasien entwickeln. Viel Spaß!

Jetzt noch eine Technik für die Streitschlichter unter euch. Aus dem dritten Beitrag kennt ihr die Technik des Pacens, um einen guten Rapport aufzubauen. Um zu testen, wie gut euer Rapport ist, könnt ihr sogenannte Mismatches (engl. Abweichungen) einbauen. Das heißt, dass ihr euch bewusst entgegen eures Partners bewegt oder verhaltet. Dadurch wird der Andere (vorausgesetzt euer Mismatch ist stark genug) aus dem Konzept gebracht und passt sich entweder wieder an, sodass der Rapport noch stärker wird, oder euer Rapport leidet darunter, weil die Vertrauensbasis noch nicht so weit ausgebaut war. Im ersten Fall würdest du von da an das Gespräch führen. Während du dich vorher immer an dein Gegenüber angepasst hast, wird er nun eben das tun. Der Unterschied ist nur, dass du das weißt! Das kann, vor allem in Gehaltsverhandlungen oder Mitarbeitergesprächen, wirklich nützlich sein. 

Wir schauen uns allerdings jetzt den zweiten Fall an. Euer Mismatch war so stark, das er den Rapport unterbricht. Was passiert nun? Der Gesprächsfluss ist unterbrochen und der Andere wird erstmal mit sich selbst beschäftigt sein. Du glaubst mir nicht? Probier es aus und du wirst es merken.

Doch wie soll dir das helfen, um einen Streit zu schlichten? Ganz einfach: Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie! Nehmen wir an du bist in einer Besprechung mit 5 Leuten und es entbrennt eine hitzige Diskussion, an der du nicht wirklich beteiligt bist. Oder zwei Kollegen streiten sich. Die Situation ist dir unangenehm und du würdest die beiden (oder die 4) gerne auseinander bringen. Wie du das machst? Nutze den Mismatch! Bringe dich auf irgendeine Weise ins Gespräch ein, um Aufmerksamkeit auf dich zu lenken und dann stehe auf und gehe zum Fenster, um es zu öffnen. Du wirst sehen, dass alle Beteiligten völlig aus dem Konzept gebracht sind. Jetzt ist deine Zeit, um das Gespräch wieder auf eine konstruktive Bahn zu lenken.

Mit dieser und der vorherigen Technik kannst du vor allem eines: Zeit gewinnen. Zeit, um das Bewertungssystem für einen Moment auszusetzen und einen Schritt zurück zu machen. Ich hoffe du findest Gelegenheit, die Wirkung der beiden Techniken auszuprobieren und kannst hier von deinen Erfahrungen berichten. Ich freu mich schon darauf!

Wenn du noch mehr Techniken kennenlernen möchtest oder sogar ein konkretes Problem hast, an dem du arbeiten willst, dann bewirb dich für mein Coaching. Es ist darauf ausgelegt, jedes Problem in deinem Alltag zu lösen und dir zu ermöglichen einen Beruf zu kreieren, der dich erfüllt. Ich bin mir sicher, dass auch du Potential hast, deinen Büroalltag zu verbessern. Und genau da kann ich dir in einem kostenlosen Erstgespräch weiterhelfen. Ich freu mich darauf, dich schon bald kennenzulernen.

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