Alles steht Kopf – Was wir von Disney über uns lernen können

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​Quelle: Disney

Kennst du den Film “Alles steht Kopf” von Disney? Falls nicht, schau ihn dir an, er ist sehr witzig. In jedem Fall erkläre ich dir in diesem Beitrag alles über Rollen, die unser Kopf den ganzen Tag spielt und wie wie wir darüber die Kontrolle gewinnen können.

Gefühlskarussell, Schmetterlinge im Bauch und die Achterbahn der Gefühle – All diese schönen Umschreibung beschreiben ein einziges Phänomen. Nämlich, dass wir verschiedene Gefühlslagen haben, die alle ab und an die Kontrolle über uns haben. Da kann es schonmal vorkommen, dass wir erst aggressiv sind und dann traurig werden, dass wir uns so über uns ärgern bis wir lachen müssen oder wir fröhlich sind und uns völlig ein ganz bestimmter Gedanke unglücklich macht.

Disney hat 2015 einen Film über genau diese Gefühlswelt herausgebracht. In ‘Alles steht Kopf’ erhalten wir Einblicke in das Gefühlschaos eines Mädchens im Alltag. Verschiedenste Emotionen wechseln sich am Steuerpult ab: Wut, Angst, Freude, Kummer und Ekel. Die Geschichte ist witzig und ich kann jedem empfehlen diesen Film mal anzuschauen.

Aber was ich viel interessanter fand, war die Nachricht dahinter. Wir alle kennen es, dass unsere Gefühle uns steuern. Doch warum ist das so?

Nun, dafür muss man natürlich verstehen, was Gefühle überhaupt sind. Im Grunde sind Gefühle nichts anderes als Erfahrungen. Ein Reiz kommt in unser Gehirn und wir bewerten eben diese Situation nach den Maßstäben, die wir aus der Vergangenheit kennen. Das bedeutet, wenn ein bestimmter Umstand uns schon immer glücklich gemacht hat wird er auch in Zukunft positive Gefühle auslösen. Das Gehirn ordnet durch die Schubladen im Kopf alles in bestimmte Muster ein.

Doch wieso wechselt unser Gemütszustand dann manchmal so schnell von gut auf schlecht?

Dazu muss man wiederum verstehen, wie Reize im Kopf verarbeitet werden. (Du siehst, es lässt sich alles durch die Gehirnforschung erklären – Es empfiehlt sich also unbedingt sich damit zu beschäftigen.) Witzigerweise gibt es da bei Frauen und Männern einen Unterschied. Das siehst du auch im Trailer zum Film ‘Alles steht Kopf’. 

Bei Männer gibt es Gehirnareale für alles, was wichtig ist: Autos, Frauen, Essen und so weiter. Ein Reiz wird also vom Gehirn in eine bestimmte Kategorie eingeordnet und dort verarbeitet. Bei der Tomographie von männlichen Gehirnen, denen beispielsweise ein Bild gezeigt wurde, hat sich herausgestellt, dass immer alle verschiedenen Areale nacheinander aufleuchten bis letztlich das zuständige gefunden wurde. Spannend ist, dass wenn kein zuständiges Areal gefunden wurde, immer ein bestimmtes Areal weiter geleuchtet hat – in der Forschung nennt man es das “Nichts-Kästchen”. Das heißt – falls du als Frau das hier gerade lesen solltest – musst du dir keine Sorgen machen wenn dein Partner das nächste mal nicht reagiert, wenn du ihm etwas sagst. Das bedeutet einfach nur, dass er dafür kein Areal hat und die Information deshalb nicht zuordnen kann.

Frauen hingegen sind da etwas komplexer. Auch sie haben verschiedene Schubladen. Allerdings wird bei einem neuen Reiz nicht versucht, diesen zuzuordnen, sondern es werden Verbindungen hergestellt. Das führt dazu, dass Informationen oft mit anderen Informationen in Verbindung gebracht werden, obwohl sie augenscheinlich erstmal nichts miteinander zu tun haben. Na, kommt dir das bekannt vor? 

Das Ganze ist super interessant, weil man dadurch viel mehr Klarheit bekommt, was eigentlich bei Menschen in ihrem Kopf so vorgeht. Denke also das nächste Mal dran, wenn du Gefühlsschwankungen hast: Dein Gehirn schafft Verbindung bzw. versucht Informationen zuzuordnen. Bis eine Information endgültig zugeordnet wurde durchlaufen wir verschiedenste Erinnerungen, die eben die damit verbundenen Gefühle auslösen.

So kann es eben auch sein, dass wir im einen Moment glücklich, und dann wieder traurig sind. Wenn du noch mehr über die Entstehung von Gefühlen lesen willst, dann schau dir doch mal Lisa Feldmann Barrett an. Sie ist führende Experte auf dem Gebiet der Gefühle und ihr Buch erklärt alles im Detail, schaut es euch doch einfach mal an. Darüber hinaus kann ich dir nur empfehlen dich allgemein mit Gehirnforschung zu beschäftigen. Die Erkenntnisse über dein Denkverhalten bringen dich so extrem weiter, dass du dadurch tatsächlich einen Neustart im Kopf erreichen kannst. Mehr dazu erfährst du unter Anderem in diesem Beitrag [Link folgt].

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