Das Mysterium der Gewohnheiten – So wirst du ab heute automatisch erfolgreich

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​Quelle: pexels.com

Böse und gemeine Faulmacher oder hilfreiche Supertools – In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Gewohnheiten sind, was sie dir bringen und wie du sie ab heute nutzt.

Sicher hast du schon einmal irgendetwas unterbewusst und wie eine Maschine gemacht und dich danach gefragt, warum überhaupt. Viele Menschen sagen Sätze, wie “Macht der Gewohnheit” oder “Das ist bei mir so”, wenn ihnen so etwas passiert, ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt. Um die wahre Macht der Gewohnheiten zu entfesseln ist es wichtig zuerst zu verstehen, was das überhaupt ist. Lass uns die Mythen rund um Gewohnheiten aufklären und endlich damit aufräumen.

Im Grunde sind Gewohnheiten Automatismen, die uns den Alltag leichter machen sollen. Unser Gehirn schaltet bei gewissen Handlungen auf Autopilot, um Energie und Denkvermögen für “schlechte Zeiten” zu sparen. Dabei geht es wie bei den Ängsten nur darum, dich vor Gefahren zu beschützen. 

Für dein Gehirn macht es durchaus Sinn sich Gewohnheiten anzueignen. Oder wie wäre es, wenn du jeden Morgen und jeden Abend ewig mit dir selbst diskutieren müsstest, ob du jetzt Zähne putzen sollst. Du machst es automatisch, damit du dich nicht damit auseinander setzen musst. Das spart dir Zeit und Energie für wichtigere Aufgaben und macht dich damit reaktionsbereiter, wenn plötzlich in deinem Badezimmer etwas gefährlich passieren sollte.

Aus der Neuroforschung kommt die Erklärung, dass unser Gehirn ein Schneeberg ist, auf dem wir rodeln gehen. Wenn wir ganz oben stehen ist zuerst alles neu für uns, wir kennen und nicht aus, sind unsicher und ängstlich, aber dennoch freuen wir uns endlich hinunter zu rodeln. 

Wir bestimmen die Richtung, in die wir rodeln wollen, also die Handlung oder den Gedanken, den wir gerade ausführen wollen. Es ist physikalisch gesehen sicher, dass wir den Hang hinunter rutschen und letztendlich unten ankommen. Wie allerdings der Weg ist und wo wir genau unten ankommen, ist noch unklar. Vielleicht geht etwas schief und wir verletzten uns auf dem Weg? Genauso ist es ja, wenn wir etwas neues ausprobieren.

Je öfter wir diese Handlung oder den Gedanken jedoch ausführen, desto öfter rodeln wir den Hang auf derselben oder einen ähnlichen Strecke hinunter. Mit jedem Mal wird es leichter, die Spur wird größer und mit der Zeit ist es vorbestimmt, wo wir am Ende ankommen. Es entsteht ein Kanal, der uns das Rodeln wesentlich sicherer, routinierter und entspannter macht. Bei einem steilen Abhang kann das sehr hilfreich sein. Allerdings verlieren wir dadurch auch ein wenig Spaß, werden fauler und bequemer und erkunden keine neuen Wege.

Die Kanäle, die auf dem Berg entstehen, sind unsere Gewohnheiten. Wenn wir am Gipfel stehen und uns entscheiden müssen, wo wir hinunter fahren, dann entscheiden wir uns automatisch für den Kanal, der ja schon vorbereitet da ist.

Aber Vorsicht: Es gibt gute, aber auch schlechte Gewohnheiten! Viele Menschen sind gefangen durch die Kanäle, die sie sich im Laufe der Zeit gebaut haben. Rauchen, Pornos und schlechte Ernährung sind alles Beispiele, die im Extremen sogar als Sucht bezeichnet werden. Eine Sucht ist auch nichts anderes als eine Gewohnheit, die durch biologische Prozesse noch tiefer verankert wird.

Dabei beginnt alles mit einem Lernprozess in unserem Gehirn. Wir probieren etwas aus, nehmen also eine neue, nicht befahrene Rodelstrecke, haben Spaß und kommen heil unten an. Also lernt unser Gehirn: Rodeln = Spaß. Eine große Rolle spielen dabei die Neurotransmitter Dopamin, Endorphin und Seratonin, die alle ihre ganz spezielle Rolle in diesem Prozess spielen. Ohne jetzt groß auf die biologischen Details einzugehen, erfährt dein Gehirn durch deren Ausschüttung im Körper Glücksgefühle. Die Rodelstrecke wird mit den Glücksgefühlen verbunden und es entsteht ein Drang erneut hinunter zu fahren.

Genau das passiert eben bei einer Gewohnheit. Wir machen etwas, merken, dass es positive Gefühle auslöst und verfestigen die gedankliche Verbindung durch stetige Wiederholung. Mit diesem Wissen lässt sich erklären, warum so viele Raucher und andere Suchtkranke auch nach mehreren Jahren wieder rückfällig werden können. Das biologische Verlangen nach Nikotin oder anderen Stoffen ist bereits nach wenigen Tagen verschwunden. Aber die psychologische Verbindung aufzulösen kann ewig dauern. Deshalb ist es wichtig die Zusammenhänge zu kennen und die Hintergründe zu verstehen. 

 So löst du schlechte Gewohnheiten auf

Wie gesagt ist der Schlüssel dazu, seine Auslöser (Trigger) zu kennen. Vielleicht schaust du dir magere Models auf Instagram an und greifst deshalb zur Schokolade. Die Verbindung muss überhaupt nicht logisch sein, sie muss nur stärker sein, als dein rationaler Verstand, der dir sagt, dass Schokolade dick macht.

Die Verbindung ist hier Instagram – Schokolade – Lecker. Wir alle haben tausende von diesen Mustern und fast jedes Problem im Alltag lässt sich durch Gewohnheiten löse oder zumindest abschwächen. Überlege welche Gewohnheiten du gerne loswerden würdest und denk dann darüber nach warum du sie ausführst. Was löst deine Reaktion aus?

Du kennst jetzt deinen Auslöser. Im Grunde geht es nun darum diese Verbindung aufzulösen und im besten Fall neu zu verschalten. Und hier liegt der Haken. Du brauchst etwas, das stark genug ist, um dich von dem positiven Gefühl der Schokolade abzuhalten. Meiner Meinung geht das am Besten durch eine neue, gute Gewohnheit. Nehmen wir also an du bist das nächste Mal auf Instagram, siehst ein Model und denkst dir: “Geil, Schokolade.” Dann wird es Zeit zu Handeln. Du musst diesen Gedanken bemerken und dann ändern, zum Beispiel in: “Geil, so werde ich auch.” Und dann fängst du an Kniebeugen oder irgendetwas derartiges zu machen. 

Die Schwierigkeit: Das positive Gefühl durch die Schokolade ist höchstwahrscheinlich immer noch größer, als die Lust Sport zu machen. Hier ist es notwendig die Macht der Gedanken zu nutzen. Finde Gründe, warum du so aussehen willst wie dieses Model und überleg dir, was du dir durch den Sport erwartest. Finde gedanklich ein schönes Bild von dir mit deiner Traumfigur, das bei dir Glücksgefühle auslöst und schwupps – neue Verbindung

In Zukunft wirst du dann (vorausgesetzt du ziehst es richtig durch) immer dein Zielbild sehen, wenn du ein Model auf Instagram siehst. Das funktioniert übrigens genauso gut für alle anderen Gewohnheiten. Denk mal darüber nach, welche Gewohnheiten du gerne in deinem Leben hättest und ersetze dann schlechte Gewohnheiten durch genau diese.

Und es gibt unzählige Möglichkeiten von guten Gewohnheiten. Wenn du noch Inspiration suchst, dann empfehle ich dir mein E-Book ‘Schlüssel zum Erfolg’. Im Bonus teil bekommst du 101 Gewohnheiten, die dein Leben ab heute verbessern können. Wenn du Unterstützung durch eine Community suchst, die alle an ihren Gewohnheiten arbeiten, dann komm in mein Coaching. Bis dahin: Fröhliches Rodeln!

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