ANGST – Woher sie kommt und wie sie uns hilft besser zu werden

Die Angst ist ein ständiger Begleiter in unserem Leben und die meisten Menschen strecken vor ihr zurück. Aber warum denn? Ich zeige Dir, warum Angst so wertvoll ist und wie Du sie nutzen kannst.

Angst

​Quelle: pixabay.de

Fühlst Du Dich auch manchmal gelähmt vor Angst? Willst Du auch manchmal alles abbrechen und wieder ein “normales” Leben führen ohne Verpflichtungen und Aufgaben?

Keine Angst! Das ist völlig menschlich. Denn Angst ist etwas, dass uns seit Anbeginn der Zeit begleitet und sogar dafür verantwortlich ist, dass wir heute hier stehen. Du hast richtig gelesen: Ohne Angst wären wir vermutlich alle bereits tot. Warum? Na weil uns nur unsere Angst davon abhält etwas Unüberlegtes zu tun oder uns in Gefahr zu begeben. Eine völlig neue Sichtweise? Genau, das ist ein sogenannter Reframe, über den ich einen gesonderten Beitrag geschrieben habe [Link folgt]. Wir sollten dankbar sein für die Angst, weil sie uns vor so vielem Schlechten bewahrt.

Aber dennoch werden viel zu viele, gerade junge Leute von ihren Ängsten zurückgehalten. Woher kommt das? Nun ja, alle Ängste sorgen wir bereits beschrieben dafür, dass wir nicht sterben. Die Urangst des Menschen ist also die vor dem Tod. Alleine die Ungewissheit, dass niemand wissen kann, was nach dem Tod passiert, treibt Viele schon in den Wahnsinn und lässt sie extrem vorsichtig werden. Dabei gibt es in unserem Alltag kaum Situationen, die uns wirklich in Lebensgefahr bringen. Unsere Gewohnheiten [Link folgt] schützen uns tagtäglich davor in den kleinsten Situationen gefährdet zu werden.

Aus der Angst vor dem Tod haben sich in der Steinzeit, also zu Beginn der Entwicklung der Menschheit, drei Grundängste entwickelt. Ich werde diese kurz anhand eines Urzeitraubtieres – sagen wir Timmy, der Säbelzahntiger – vorstellen.

Die erste ist die Angst vor Misserfolg. Timmy steht uns gegenüber und ein Kampf liegt in der Luft. Was wäre da schlimmer als zu versagen? Wir haben trainiert und uns vorbereitet darauf, dass uns eines Tages ein Säbelzahntiger über den Weg läuft, doch jetzt wo es so weit ist dürfen wir es nicht vermasseln. Ein Spiel um Leben und Tod …

Die zweite Angst ist die vor Überanstrengung. Wie bitte? Ja genau, stell Dir vor Du rennst ohne Grund einen Hügel hinauf und auf dem Gipfel steht nun Timmy. Was sollst Du tun? Du hast ja bereits all deine Energie verbraucht! Ganz schön ungeschickt … Aus diesem Grund hat unser Körper übrigens einen internen Schutzmechanismus entwickelt, der verhindert, dass wir 100 % unserer Energie verbrauchen. Wenn Du 5 Stunden Sport mit hoher Intensität machst und danach aus dem Studio gehst wirst Du trotzdem schnell reagieren können, wenn Dich ein Auto fast überfährt. Siehst Du, Überanstrengung ist gefährlich.

An dritter Stelle folgt die Angst vor sozialer Zurückweisung. Du kennst dieses Phänomen vielleicht unter dem Namen “Mainstream”, ja nicht anders sein als die Masse. Das kommt daher, dass es in der Urzeit sehr unvorteilhaft war alleine dazustehen. Urvölker waren immer in Gruppen unterwegs, da war es einfach nicht gerne gesehen, wenn jemand aus der Reihe tanzt und sein eigenes Ding macht. Nur gemeinsam konnten wir gegen Timmy bestehen. Auch heute sind wir noch soziale Wesen, die überwiegend in Gruppen unterwegs sind. Wenn Du also das nächste Mal Angst hast davor “anders” zu sein, dann weißt Du wo das her kommt.

Jede diese drei Ängste war berechtigt und hatte seinen Platz – in der Urzeit. Heute sieht die Lage ganz anders aus: Keine Lebensgefahren jeden Tag, kein Kämpfen ums Überleben. Extreme Ausprägungen von Ängsten, sogenannte Phobien, sorgen dafür, dass wir komplett handlungsunfähig sind. Das ist sehr schade, denn eigentlich leben wir in einer Zeit, in der die meisten von uns sich keine Sorgen machen müssen, ob sie morgen etwas zu essen haben oder wo sie schlafen. Die meisten Ängste und Sorgen (Studien zufolge in etwa 95%) sind völlig unbegründet und treten nie in die Realität. Und trotzdem fühlen wir uns, als könnten wir nichts tun und wiegen uns in Hilflosigkeit und “Sicherheit”.

Was aber passiert, wenn wir uns hinter unserem Ängsten verstecken?

Wir verlieren den großen Wert, den uns Ängste geben können. Angst ist sozusagen Dunkelheit, die immer vorherrschend und uns schützt. Unsere Aufgabe ist es nun eine Taschenlampe zu entwickeln, die uns den Weg durch die Dunkelheit erleuchtet. Wie diese Taschenlampe aussehen kann? Dankbarkeit! Wenn wir uns bewusst machen, welche Erfolge wir haben, was positiv ist und warum wir glücklich sein können, dann überwinden wir die Angst, die uns zurückhält und können endlich ins Handeln kommen.

“Ein Mensch ohne Angst ist ein Mensch ohne Ziele.”

ist ein Zitat, dass ich liebe, weil es so viel Wahres in sich trägt. Angst ist ein Antrieb für uns, weil wir durch sie erfahren, wo unsere Komfortzone – also unser Lichtkegel – endet. Wenn wir immer danach suchen, wo dieser Lichtkegel endet und an diesen Stellen bewusst für mehr Licht sorgen (also uns weiterentwicklen und die Angst überwinden), dann werden wir erfolgreich, wachsen und werden immer mehr zu der besten Version unserer Selbst. Denk Dir also in Zukunft: Angst? Super, da gehts lang!

Doch Angst kann noch viel mehr sein als nur ein Antrieb oder ein Kompass. Durch die Angst können wir außerdem filtern, was wirklich wichtig ist und überprüfen, ob unsere Ziele [Link folgt] wirklich Sinn machen.  Hast Du Dir schon einmal ein Ziel gesetzt, warst aber trotzdem nicht motiviert? Dann liegt es womöglich daran, dass die Erreichung des Zieles innerhalb des Lichtkegels, also Deiner Komfortzone liegt. Nur wenn wir die Ziele so groß stecken, dass sie unsere Komfortzone erweitern, können wir Erfolge auch als solche feiern.

Mehr über Ängste erfährst Du in meinem Buch sowie in diesem Blog. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Überwinden und Wachsen!

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